Das "Drei-Zonen-Konzept"

Digitale Beschilderung

Durch den Abriss der Hochstraße Nord und den Bau der Stadtstraße wird es über Jahre zu Verkehrsbehinderungen kommen. Damit Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer dennoch so stressfrei wie möglich an ihr Ziel gelangen, ist ein so genanntes Drei-Zonen-Konzept vorgesehen.

In der ersten Zone sollen überregionale Verkehre auf den Autobahnring, bestehend aus A6 und A61 mit den Rheinbrücken bei Mannheim-Sandhofen und Speyer, umgeleitet werden. Regionale Verkehre sollen den Bundesstraßenring B 9 nutzen. Die innere Zone sollte nur noch dafür genutzt werden, innerstädtische Ziele zu erreichen.

Die Verwaltung erarbeitet ein Konzept für ein umfassendes Baustellen- und Umleitungsmanagement für die einzelnen Rückbau- und Bauphasen. Dieses Konzept ist den stadträtlichen Gremien und der Öffentlichkeit rechtzeitig zu präsentieren. (Stadtratsentscheidung vom 24. März 2014)

Verkehrslenkung lokal und regional

Im Gegensatz zu einer "normalen" Umleitungsbeschilderung sind Wegweiser mit integrierter Stauinformation effektiver. Autofahrerinnen und Autofahrer können direkt Zeitverluste ablesen und eine Entscheidung treffen, ob nicht eine andere Route gewählt wird, um die überlastete Strecke zu umfahren. Innerhalb des "Drei-Zonen-Konzepts“ können über dynamische Wegweiser mit integrierter Stauinformation die überregionalen Verkehre frühzeitig umgeleitet werden. Diese Verkehrslenkung findet vor allem auf den Autobahnen A6 und A 61 und an der B 9 bei Speyer statt.

Regionale Verkehre sollen den Bundesstraßenring B9 nutzen. An der Strecke können Autofahrerinnen und Autofahrer die aktuelle Reisezeit auf verschiedenen Fahrtrouten ablesen, um auf andere Strecken auszuweichen. Auch die rheinüberschreitenden Verkehre in Mannheim sollen Informationen in Echtzeit erhalten, um bei Stau andere Routen zu wählen.

Zudem werden Schilder aufgestellt, die über die Dauer und Art von veränderten Verkehrsführungen informieren.

Aufbau eines IT-gestützten Systems

Eng verbunden ist das "Drei-Zonen-Konzept“ durch den Aufbau eines IT-gestützten dynamischen Verkehrslenkungs- und Informationssystem für Ludwigshafen. Das bedeutet: Informationen über freie Strecken, Staus, Sperrungen – also alles, was zur "Reisezeit“ gehört – können in Echtzeit abgerufen werden.

Auch gibt es immer aktuelle Hinweise und Empfehlungen für Autofahrerinnen und Autofahrer, auf weniger stark belastete Strecken auszuweichen. Grundlage für das dynamische Verkehrslenkungs- und Informationssystem sind Sensoren im Verkehrsraum und Verkehrsdaten eines privaten Anbieters. Die daraus berechneten aktuellen Fahrgeschwindigkeiten auf bestimmten Strecken ermöglichen die Ermittlung von Reisezeiten, die auf digitalen Informationstafeln dem Verkehrsteilnehmer in Echtzeit mitgeteilt werden.

Diese Informationen können auch über eine spezielle App "Verkehr-Ludwigshafen" abgerufen werden. Das heißt: Wer beispielsweise morgens um 8 Uhr mit dem Auto nach oder in Ludwigshafen unterwegs ist, erfährt wahlweise über große Hinweistafeln oder per Handy, wo der Verkehr stockt und wie er dies Zeit sparend umfahren kann.

Ähnliche Angebote gibt es beispielsweise in Karlsruhe. Aktuell finden Untersuchungen statt, dieses System auch für die Verkehrsinformationen zur Luftreinhaltung zu verwenden.

Die wichtigsten Eckpunkte zur Verkehrslenkung, dem "Drei-Zonen-Konzept“, sind:

  • Überregionale Verkehre auf den Autobahnring A6, A61 mit Rheinquerungen bei Sandhofen und Speyer frühzeitig umzuleiten.
  • Regionale Verkehre über den Bundesstraßenring B9 zu führen.
  • Innere Zone nur noch für die Erschließung der innerstädtischen Ziele.
  • Umleitungsstrecken außerhalb der Stadt leistungsfähig machen (B9) und dynamisch beschildern (A6, A61, B9).
  • Entwicklung eines dynamischen Verkehrslenkungs-und Informationssystem für Ludwigshafen.
  • Spezielle App "Verkehr-Ludwigshafen".
  • Teilweise Einführung dieses Verkehrslenkungssystems bereits deutlich vor eigentlichem Baubeginn an der Hochstraße Nord.
  • Ausbau des Drei-Zonen-Konzepts im Hinblick auf den Masterplan Green City, insbesondere der Nutzung von digitalen Möglichkeiten für umweltorientiertes Verkehrs-, Informations- und Mobilitätsmanagement.