Das Rathaus

Um über die Zukunft des stark sanierungsbedürftigen Rathauses entscheiden zu können, hat die Stadtverwaltung mehrere Gutachten beauftragt und vorgelegt. Die Verwaltung selbst beschäftigt sich mit Formen künftigen Arbeitens unter der Überschrift "Rathaus der Zukunft“. Ausbau digitaler Angebote und eine nachhaltig kundenorientierte Dienstleistung stehen dabei im Mittelpunkt. Dazu gehört auch, bei der Planung flexible räumliche Nutzungsmöglichkeiten sowie Anforderungen für mobiles Arbeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu berücksichtigen.

Zu Beginn zwei Varianten

Im Herbst 2019 lagen die ersten Gutachten vor. Nach der Untersuchung von verschiedenen Varianten wurden vor allem zwei Varianten näher erörtert: die tatsächliche Sanierung des Turmes, der dann durch ein weiteres Hochhaus und einen Sockelbau ergänzt werden würde, sowie der Abriss des alten Rathausturms und ein Neubau auf dem Center-Areal. Aus wirtschaftlicher Sicht sind die Kosten für beide Varianten annährend gleich. Einsparungen ergeben sich, da die Kosten für Unterhalt und Miete der vielen dezentralen Büros und Außenstellen entfallen. Beide Varianten bieten Platz für rund 1570 Arbeitsplätze, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Flächen, aber auch den Möglichkeiten für ein effizientes Raumprogramm. Sowohl Sanierung als auch Neubau wären voraussichtlich 2030 fertiggestellt.

Die Variante, ein neues Rathaus an einem anderen Ort im Stadtgebiet zu bauen, wurde als weniger empfehlenswert bewertet, unter anderem, weil neben den Baukosten auch noch der Preis für den Grunderwerb berücksichtigt werden müsse. Zudem gilt als fraglich, ob geeignete Flächen zur Verfügung stehen.

Dritte Variante

Ende 2019 beauftragte der Stadtrat die Stadtverwaltung, eine dritte Variante, nämlich die Sanierung des Rathausturms, untersuchen zu lassen. Die dritte Variante sollte aufzeigen, ob eine Teilzentralisierung vorteilhafter als die zwei Zentralisierungsvarianten ist. Diese Variante sieht eine Sanierung des Rathausturms und den Teilerhalt weiterer Dienstgebäude im Stadtgebiet vor.

Die Baukosten werden nur halb so hoch veranschlagt, weil das Bauvorhaben nur halb so groß ausfällt. Demgegenüber stehen allerdings weiterhin die Unterhaltskosten für die bestehenden Gebäude. Damit liegen die Kapitalkosten bei dieser Variante im Vergleich zu den anderen beiden Zentralisierungsvarianten höher. Dies wurde am 25. Mai 2020 von der Firma Drees&Sommer im Stadtrat vorgestellt. Das Ergebnis der ergänzenden Variantenuntersuchung wurde allen Fraktionen zur Diskussion gestellt.