Erweitertes Ziel: Pilzhochstraße stabilisieren

Galeriebauwerk an der Mundenheimer Straße

Verschiedene Varianten zur Unterstützung der "Pilzhochstraße" wie Fangedamm, Stützenwald oder Stützenrost werden im Zuge der weiteren Planung erörtert und verworfen. Nach umfangreichen Untersuchungen und unter Einbeziehung externer Spezialisten sowie Expert*innen des Landesbetriebs Mobilität (LBM) schlagen Ingenieur*innen und Fachverwaltung vor, die "Pilzhochstraße" durch ein "Galeriebauwerk“ von unten so abzustützen, dass ihre Standsicherheit gewährleistet bleibt. Es entsteht sozusagen eine "Brücke unter der Brücke“. Dabei bewegen sich die Planer*innen innerhalb enger Vorgaben.

Der Stadtrat wird in einer Sondersitzung am 16. April 2018 über die Ergebnisse der Voruntersuchungen "Grundhafte Instandsetzung der B37 Hochstraße Süd - Abschnitt Pilzhochstraße" in Kenntnis gesetzt. Am 17. April 2018 können sich Bürger*innen im Pfalzbau informieren sowie Stadtspitze und Ingenieuren Fragen stellen.

Vorgaben zur Planung

  • Fertigstellung vor Abriss der Hochstraße Nord.
  • Uneingeschränkte Befahrbarkeit auch für Lkw.
  • Wenige Verkehrseinschränkungen während der Sanierung.
  • Nutzungsdauer nach Sanierung mindestens 30 Jahre.

Beteiligte Experten

  • Beauftragtes Büro
  • Prüfstatiker Prof. Dr. Novák
  • Landesbetrieb Mobilität
  • Stadtverwaltung Ludwigshafen

In einem nächsten Schritt haben die Ingenieur*innen die Galerielösung unter den gegebenen Rahmenbedingungen, hier vor allem der unbehinderte Verkehrsfluss, als einzig mögliche Variante genauer untersucht. Dabei zeigte sich, dass die angedachte Lösung "Brücke unter der Brücke“ baulich und technisch sehr schwierig umzusetzen ist, da - häufige Vollsperrungen während der Bauarbeiten nötig wären, die Bauzeit deutlich länger als erwartet wäre, mindestens vier Jahre statt der erwarteten zwei, der Baustart an der Hochstraße Nord würde sich verschieben, wodurch Zusatzkosten in zweistelliger Millionenhöhe entstehen würden.

Vor allem bestätigte sich die städtebauliche Problematik des Galeriebauwerks. Die bisher offene Konstruktion der "Pilzhochstraße" im Bereich der Mundenheimer Straße bzw. Yorkstraße und der Berliner Straße würde nahezu vollständig geschlossen. Für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen würde ein Durchgang abseits der Straße geschaffen, der klar als Angstraum erkennbar ist. Auch genehmigungsrechtlich ergeben sich Fragestellungen, die nicht vollständig gelöst werden können, so dass Risiken bestehen bleiben. Die geschätzten Kosten für die Galerielösung liegen im Januar 2019 bei rund 120 Millionen Euro. Auf Grund der frühen Planungsphase können die Ingenieur*innen noch keine Aussagen zur Zuschussfähigkeit sowie zur Höhe der Zuschüsse machen.

Fazit der Vorplanung "Galeriebauwerk“

  • Das Galeriebauwerk ist keine nachhaltige Lösung, weder verkehrstechnisch noch wirtschaftlich, noch städtebaulich.
  • Das Galeriebauwerk ist auch keine Lösung, die vor dem Baubeginn zum Abriss der Hochstraße Nord fertiggestellt werden kann. Dies hätte zur Folge, dass es bei der Hochstraße Nord zu Verzögerungen im geplanten Bauablauf käme (ein Jahr Zeitverzug kostet ca. 15 Millionen Euro).
  • Die Galerielösung ist wegen der geringen Lebenserwartung von 30 Jahren im Vergleich zu Neubaulösungen nicht wirtschaftlich.