Was ist der aktuelle Planungsstand?

Experten schlagen vor die Pilzhochstraße durch ein Galeriebauwerk von unten abzustützen.

Nach umfangreichen Untersuchungen und unter Einbeziehung externer Spezialistinnen und Spezialisten sowie Expertinnen und Experten des Landesbetriebs Mobilität (LBM) schlagen Ingenieurinnen und Ingenieure und Fachverwaltung im April 2018 vor, die "Pilzhochstraße" durch ein Galeriebauwerk von unten so abzustützen, dass ihre Standsicherheit gewährleistet bleibt. Es entsteht sozusagen eine "Brücke unter der Brücke".

Als herausfordernd bei der Planung erweist sich, dass das Bauwerk in seiner Konstruktion einmalig ist und es keine Vorbilder oder Blaupausen für die Sanierung gibt. Durch die vorgeschlagene Sicherung der Brücke mit diesen Bauwerken verteilen sich die Lasten auf das neue Konstrukt. Dadurch werden Nutzungsdauer und Gebrauchstauglichkeit der Brücke erheblich verbessert.

Planungs- und Bauzeit werden jedoch als weitere große Herausforderung angesehen, da sie unter Zeitdruck und in Abstimmung mit den Planungen zum Abriss der Hochstraße Nord erfolgen müssen. Seriös beziffern lassen sich die zu erwartenden Kosten noch nicht. Zum einen muss nun die Sonderlösung eines Galeriebauwerks durchgerechnet werden, zum anderen fließen noch unbekannte Faktoren wie die Beschaffenheit des Baugrunds, die Folgen der engen innerstädtischen Bebauung für die Abwicklung der Sanierungsarbeiten sowie noch offene Fragen der Verkehrsführung in eine verlässliche Kalkulation ein.