Was macht die Hochstraße Süd einmalig?

Die "Pilzhochstraße"

Aufgrund ihrer Konstruktion ist die Hochstraße Süd einmalig in Deutschland. Einige Teile haben besondere Eigenheiten, weshalb Ingenieure für die Sanierung keine standardisierten Verfahren anwenden können. Die Untersuchung des Bauwerks, seine Sanierung und die Kostenplanung sind kompliziert.

Der betroffene Abschnitt der Hochstraße Süd ist die sogenannte Pilzhochstraße, die sich über rund 500 Meter erstreckt und aus zehn Teilbauwerken besteht. Der Name entstand in Anlehnung an die pilzförmigen Stützpfeiler.

Sie verbindet die Konrad-Adenauer-Brücke im Osten mit dem Abschnitt „Weiße Hochstraße“ im Westen. Im Dezember 2016 wurden bei Untersuchungen an den Fugenbereichen massive Korrosionsschäden festgestellt. Im Rahmen der Vorbereitung der Sanierungsmaßnahmen wurden anschließend statische Berechnungsmodelle angewendet, die zum Zeitpunkt des Baus noch nicht zur Verfügung standen. Dadurch zeigten sich erhebliche Defizite an der statischen Konstruktion.

Durch die langjährigen Belastungen und Überlastungen wurde die Konstruktion weiter geschwächt. Das heißt, in Teilbereichen ist zu wenig Bewehrung vorhanden, um die erforderlichen Lasten dauerhaft aufnehmen zu können. Um das Bauwerk zu entlasten, trat ab Herbst 2017 ein Lkw-Fahrverbot in Kraft.