Welche Schäden wurden an der Hochstraße Süd, Abschnitt "Pilzhochstraße", entdeckt?

Die vorhandenen Schadensbilder im Fugenbereich weisen viele Brücken im deutschen Straßennetz durch die Einwirkung von Chloriden auf. Die Beseitigung an dieser Stelle ist nur mit einem Eingriff in das statische System der Brückenkonstruktion möglich. Dafür sind statische Berechnungen erforderlich, für die komplexe Berechnungsmodelle eingesetzt werden, die es zum Zeitpunkt des Baus der "Pilzhochstraße" noch nicht gab. Die Ergebnisse zeigen erhebliche Defizite an der statischen Konstruktion: In Teilbereichen ist zu wenig Bewehrung vorhanden, um die erforderlichen Lasten dauerhaft aufnehmen zu können. Die rechnerischen Ergebnisse werden durch Feststellungen am Bauwerk bestätigt. Es zeigen sich Risse an den als kritisch identifizierten Stellen. Die statischen Defizite sind seit der Herstellung des Bauwerks vorhanden, treten aber jetzt erst als Folge der langjährigen Belastung durch den Verkehr und vor allem durch den Lkw-Verkehr und dessen Zunahme zu Tage. Das Ergebnis der Nachrechnung führte im Herbst 2017 zum Lkw-Verbot für die "Pilzhochstraße". Nachrechnungen, die an strenge Richtlinien gebunden sind, dienen bundesweit der Entwicklung tragfähiger Erhaltungs- und Sanierungskonzepte für Brückenbauwerke.