Wie soll während des Baus der Stadtstraße der Verkehr nach Mannheim fließen?

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Bussen und Bahnen nach Mannheim zu kommen. Hierfür wird das Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) u.a. mit Expresslinien ausgebaut. In einer gemeinsamen Untersuchung mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat ein Planungsbüro ermittelt, dass durch eine entsprechende Erweiterung des Angebots bis zu 20 Prozent des Kfz-Verkehrs auf Bus und Bahn verlagert werden könnte. Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2023 jeden Tag rund 1.200 Menschen vom Auto auf den ÖPNV umsteigen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrsentlastung leisten.

Auch das Fahrrad ist eine Alternative. In der Region laufen bereits Planungen für einen Radschnellweg. Dieser soll auf rechtsrheinischer Seite Heidelberg mit Mannheim und bundeslandübergreifend Mannheim mit Ludwigshafen verbinden. Von Ludwigshafen soll er weitergeführt werden bis Schifferstadt. Der Streckenverlauf wird im Stadtgebiet Ludwigshafen etwa 8 Kilometer betragen und im Rhein-Pfalz-Kreis 5,3 Kilometer. Der Begriff Radschnellweg beschreibt generell Verbindungen, die Radverkehrsnetze zwischen Kommunen und/oder Umland miteinander verbinden. Sie werden über größere Entfernungen verknüpft. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Alltagsverkehr und insbesondere auf den Berufspendlerinnen und -pendlern.

Für Autofahrer*innen: Die Bauzeit für die Stadtstraße liegt bei rund acht Jahren, viereinhalb Jahre davon wird es starke Verkehrsbeeinträchtigungen während der Spitzenzeiten morgens und abends geben. In jedem Fall soll während der gesamten Bauzeit für den Pkw-Verkehr mindestens eine Fahrspur in beiden Richtungen offen bleiben. In den Spitzenzeiten morgens und abends kann es in den Monaten mit starken Verkehrsbeeinträchtigungen zu Rückstaus kommen. Darüber hinaus steht mit den bekannten Einschränkungen auch die Hochstraße Süd für den Pkw-Verkehr nach Mannheim zur Verfügung. Die Verkehrssicherheit der Hochstraße Süd wird nach einem festgelegten Verfahren ständig überprüft, um ggf. schnell reagieren zu können. Durch das seit Oktober 2017 bestehende LKW-Fahrverbot ist es gelungen, die Beanspruchung des Bauwerks nachhaltig zu verringern. Insbesondere die Schwerlastverkehre haben sowohl bei der Hochstraße Süd als auch bei der Hochstraße Nord zu den bestehenden Problemen geführt.