Wird es eine eigene Brücke für den Radverkehr geben?

Der Bau- und Grundstücksausschuss der Stadt Ludwigshafen hat sich am 28. Oktober 2019 einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Überlegungen für eine eigene Rheinbrücke für Radfahrerinnen und Radfahrer und Fußgängerinnen und Fußgänger im Gremium vorgestellt und diskutiert werden. Die Planerinnen und Planer aus Ludwigshafen und Mannheim arbeiten hier gemeinsam auf der Grundlage erster Ideen aus Mannheim.

Worum geht es genau? Seitens der Stadt Mannheim wurde bei dem Kopenhagener Büro Gehl eine Studie beauftragt mit dem Titel: "Mannheim - Vorschläge für eine lebenswerte Stadt“. Ein dabei behandeltes Themenfeld ist der Ansatz, dass Grenzen zwischen den Schwerstädten Mannheim und Ludwigshafen überwunden werden sollen, um die Vernetzung zwischen den Städten zu stärken. Aus diesen Überlegungen leitet sich der Vorschlag einer Rad- und Fußwegbrücke ab, die die beiden Zentren besser verbindet.

Dieser Konzeptansatz wurde in Mannheim weiterverfolgt und in politischen Gremien im September 2019 der Beschluss gefasst, eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Zwischen den Stadtverwaltungen Mannheims und Ludwigshafens sind mehrere Gespräche zu einer Rad- und Fußwegbrücke über den Rhein geführt worden mit dem Ziel, eine gemeinsame Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich zwischen BASF-Tor 7/Handels-Hafen und Mundenheimer Altrheinhafen/Reißinsel. Dabei sollen Lösungsskizzen aufgezeigt, miteinander verglichen und bewertet werden. Kriterien der Bewertung sind die Radwegeverbindungen auf den bestehenden Rheinbrücken, die Verknüpfung mit den bestehenden Radwegenetzen sowie den geplanten Pendler-Radwegen / Radschnellwegen, die Erschließung von Nutzerpotentialen, Eingriffe in Frei- und Landschaftsräume sowie die städtebauliche Einbindung in funktionaler-gestalterischer Hinsicht. Aktuell wird durch die Mannheimer Stadtverwaltung die Bearbeitung der Auftrags-vergabe durchgeführt. Eine Auftragsvergabe ist für Ende 2019/Anfang 2020 geplant.