Herzlich willkommen im Informationsbereich

Ludwigshafen hat zwei Hochstraßen: die Hochstraße Süd und die Hochstraße Nord. Rund 100.000 Pendlerinnen und Pendler haben diese in der Vergangenheit täglich genutzt. Beide Hochstraßen sind Sanierungsfälle. Sie sind alt, haben zum Teil statische Probleme und sind dem zunehmenden Verkehr in seiner Masse nicht mehr gewachsen.

Die Pilzhochstraße, ein Teilstück der Hochstraße Süd, ist seit August 2019 aus Sicherheitsgründen gesperrt. Auch wenn beide Rheinbrücken intakt sind, wirkt sich die Sperrung der Pilzhochstraße spürbar auf den Verkehr, auf Stadt und Region, aus. Viele Menschen, die täglich unterwegs sind, sind betroffen, ebenso Wirtschaft und Handel sowie die Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft der Hochstraßen leben. Die Pilzhochstraße wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Um die Jahreswende 2019/2020 startete dafür das Verfahren.

Die Hochstraße Nord ist nicht zuletzt aufgrund der starken Verkehrsbelastung und konstruktiver Defizite ebenso ein Sanierungsfall. Sie wird abgerissen und durch eine ebenerdige Straße ersetzt. Nach umfangreicher Bürgerbeteiligung und entsprechenden Stadtratsbeschlüssen startete dafür das Planfeststellungsverfahren. Dieses liegt in Händen der übergeordneten Straßenbaubehörde, hier dem Landesbetrieb Mobilität. Es ist aufwändig und nimmt viel Zeit in Anspruch. Es dient der gründlichen  Überprüfung der Planung und der Wahrung von unterschiedlichen Interessen. Das Planfeststellungsverfahren für die Hochstraße Nord ist fast beendet. Die Stadt Ludwigshafen hat ihre zeitlichen Vorstellungen der Baumaßnahmen an der Hochstraße Nord jedoch den Umständen an der Hochstraße Süd angepasst. Für die Hochstraße Nord bedeutet das, dass die Stadtverwaltung mit Zwischenlösungen arbeiten muss, um Standsicherheit und Verkehrsfluss zu gewährleisten. Gleichzeitig werden alle vorgesehenen Planungsschritte ausgeführt.

Die bevorstehenden Arbeiten an den Brücken werden so geplant und umgesetzt, dass eine Hochstraße immer befahrbar ist.  Dahinter stehen aufwändige Planungs- und Umsetzungsprozesse inmitten der Stadt.

Dieses Informationsangebot der Stadtverwaltung Ludwigshafen möchte angesichts komplexer Planungs- und Bauvorhaben Orientierung geben. Aktuell, verständlich und transparent wird informiert rund um die Fragen:  Wie geht es weiter mit der Hochstraße Süd? Was passiert wann, wie und warum?  Wie steht es um das Planungsverfahren zur Hochstraße Nord? Was passiert wann, wie und warum rund um den Nordbrückenkopf und das neue Stadtquartier City West?

In moderierten Dialog mit der Stadtverwaltung und externen Expterten und Expertinnen können Bürgerinnen und Bürger sich anlassbezogen mit Hinweisen, Anregungen und Kritik einzubringen.

Informations-Artikel

FAQ

Fragen zur Hochstraße Süd

Was genau ist wo an der Hochstraße Süd gesperrt und welche Folgen hat das?

Seit 22. November 2019 steht fest, dass die Brückenkonstruktion der Pilzhochstraße ihr Eigengewicht möglicherweise nicht mehr selbst tragen kann. Dies haben aktuelle statische Berechnungen ergeben. Damit besteht die Gefahr, dass die Brücke einstürzen könnte. In Folge dieser Erkenntnis hat die Stadtverwaltung die Sperrungen unter der Straße ausgeweitet. Bereits seit 22. August 2019 ist das Teilstück Pilzhochstraße der Hochstraße Süd für den darüber fließenden Verkehr gesperrt.

Gleichzeitig wurde klar, dass nur der Abriss der Pilzhochstraße und ein Ersatzneubau an gleicher Stelle das regionale Verkehrsproblem an dieser Stelle lösen kann. Die Stadtverwaltung hat unmittelbar am 25. November den Bau- und Grundstücksausschuss informiert. Dieser hat einstimmig Aufträge zum schnellstmöglichen Abriss und zur Aufnahme der Planungen für einen Neubau erteilt. In seiner Sitzung am Montag, 9. Dezember 2019, hat der Stadtrat dem sofortigen Abriss der Pilzhochstraße zugestimmt.

Umleitungsempfehlungen für den Autoverkehr und Fahrrad- bzw- Fußverkehr.

Welchen Schaden weist die Pilzhochstraße auf?

Seit 22. November 2019 steht fest, dass die Brückenkonstruktion der Pilzhochstraße ihr Eigengewicht möglicherweise nicht mehr selbst tragen kann. Dies haben aktuelle statische Berechnungen eines unabhängigen Prüfstatikers ergeben. Damit besteht die Gefahr, dass die Brücke einstürzen könnte. In Folge dieser Erkenntnis hat die Stadtverwaltung die Sperrungen unter der Straße ausgeweitet. Bereits seit 22. August 2019 ist das Teilstück Pilzhochstraße der Hochstraße Süd für den Verkehr gesperrt.

Zum Hintergrund: Die Pilzhochstraße besteht aus 10 eigenständigen Teilbauwerken, die über Querkraftkopplungen miteinander verbunden sind. Die Teilbauwerke bestehen aus zwei bis drei Pilzen, wobei einer immer fest gelagert ist. Die "Pilz“-Konstruktion mit ihren charakteristischen Stützen stammt aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und ist in ihrer Form ziemlich einmalig.

Im Dezember 2016 wurden bei Untersuchungen an den Fugenbereichen massive Korrosionsschäden festgestellt. Das Schadensbild entsprach dabei dem zahlreicher Bauwerke im deutschen Straßennetz. Die Behebung solcher Schäden ist mit bekannten Verfahren möglich.Um die Sanierung vorzubereiten, wurden statische Berechnungsmodelle angewendet. Solche gab es zum Zeitpunkt des Baus der "Pilzhochstraße" noch nicht. Dadurch zeigten sich erhebliche Defizite an der statischen Konstruktion. Durch die langjährigen Belastungen und Überlastungen sowie die voranschreitenden Bauwerksschäden wurde die Konstruktion weiter geschwächt. Das heißt, in Teilbereichen ist zu wenig Bewehrung und Beton vorhanden, um die erforderlichen Lasten aufnehmen zu können. Um das Bauwerk zu entlasten und damit die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer zu garantieren, trat ab Herbst 2017 ein Lkw-Fahrverbot in Kraft.

Verschiedene Varianten zur Unterstützung der Pilzhochstraße wurden im Zuge der weiteren Planung erörtert und verworfen. Ein Galeriebauwerk als Unterstützung erwies sich 2019 weder verkehrstechnisch noch wirtschaftlich, noch städtebaulich als nachhaltige Lösung. Während umgehend an weiteren Lösungsvarianten für das technisch hoch komplizierte Bauwerk gearbeitet wurde, lief parallel dazu die Überwachung des Bauwerks weiter. In deren Zuge wurden dann die Risserweiterungen festgestellt, die am August 2019 zur Sperrung der Pilzhochstraße führten.

Wie wurde die Hochstraße Süd in der Vergangenheit gewartet?

Übersicht Sanierungen Hochstraße Süd

Grundsätzlich gilt - und das gilt auch für die Hochstraße Süd: Jedes Bauwerk unterliegt der DIN 1076. Sie ist eine strenge Prüfrichtlinie, die vorschreibt, wie und wann geprüft wird.

Der Prüfrhythmus wiederholt sich alle sechs Jahre.

  • 1. Jahr: Hauptprüfung
  • 2. Jahr: Prüfung als Besichtigung
  • 3. Jahr: Prüfung als Besichtigung
  • 4. Jahr: Einfache Prüfung
  • 5. Jahr: Prüfung als Besichtigung
  • 6. Jahr: Prüfung als Besichtigung
  • 7. Jahr: Hauptprüfung

Unabhängig von den jährlichen Prüfungen sind auch zwei laufende Beobachtungen im Jahr notwendig. Die ausschlaggebende Prüfung ist die Hauptprüfung. Die Kontrolle wird durch einen zertifizierten Diplom-Bauingenieur (Bauwerksprüfer) durchgeführt. Alle Teile der Hochstraße Süd wurden gewartet und entsprechend auch instandgesetzt.

Wie lange wird die Sperrung der Hochstraße Süd anhalten?

Seit 22. November 2019 ist klar, dass die Brückenkonstruktion der Pilzhochstraße ihr Eigengewicht möglicherweise nicht mehr selbst tragen kann. Dies haben aktuelle statische Berechnungen eines unabhängigen Prüfingenieurs ergeben. Damit besteht die Gefahr, dass die Brücke einstürzen könnte. In Folge dieser Erkenntnis hat die Stadtverwaltung zum einen die Sperrungen unter der Straße ausgeweitet. Zum anderen wurde gleichzeitig klar, dass nur der Abriss und Neubau der Pilzhochstraße das regionale Verkehrsproblem an dieser Stelle lösen kann. Die Stadtverwaltung hat unmittelbar am 25. November 2019 den Bau- und Grundstücksausschuss informiert. Dieser hat einstimmig Aufträge zum schnellstmöglichen Abriss und zur Aufnahme der Planungen für einen Neubau erteilt. In seiner Sitzung am Montag, 9. Dezember 2019, hat der Stadtrat dem sofortigen Abriss der Pilzhochstraße zugestimmt. Die Stadtverwaltung führt bereits Gespräche mit Unternehmen, die für einen schnellen Abriss der Pilzhochstraße zur Verfügung stehen könnten. Zudem könnten schnelle Genehmigungsverfahren einen Neubau beschleunigen. Dies liegt aber nicht Händen der Stadtverwaltung. Hierfür müssen Gesetze auf Bundesebene geändert werden. Das Verfahren dafür ist in Gang gesetzt.

Was passiert mit den Anwohnerparkplätzen, die bisher unter der Hochstraße waren?

Die Sperrung der Bereiche unterhalb der Pilzhochstraße hat auch Auswirkungen auf das Parkplatzangebot für Bewohnerinnen und Bewohner. Um die unter der "Weißen Hochstraße" liegenden Parkplätze für die Bewohnerinnen und Bewohner der Parkzonen 12-I, IV, V wieder zugänglich zu machen, hat Stadtverwaltung neue Zu- und Abfahrten eingerichtet. Dadurch können mehr als 90 Parkplätze seit Anfang Dezember 2019 wieder genutzt werden. Bewohnerinnen und Bewohner erreichen die Parkfläche über die Saarlandstraße und können über die Heinigstraße von dort ausfahren.

Warum sind Bauprojekte in China in Rekordzeit abgeschlossen und hier in Deutschland braucht alles so viel Zeit?

Zu Planung, Bau und Prüfung von Infrastrukturprojekten in China kann sich die Stadtverwaltung Ludwigshafen nicht äußern. Aber: In Deutschland gelten klare Regeln, wie Bauvorhaben durchzuführen sind. Dazu gehören u.a. Vergaberichtlinien, deren Einhaltung schlicht Zeit benötigt, die aber sicherstellen, dass gerecht und wirtschaftlich gearbeitet wird. Bei Planungen selbst sind die Interessen aller abzuwägen und zu berücksichtigen. Dafür gibt er formale Verfahren. Auch Bürgerbeteiligung, die sich viele Menschen bei Vorhaben wünschen oder einfordern, nimmt Zeit in Anspruch. Wer beispielsweise an der Straße wohnt, ist vermutlich froh darüber, dass er über Vorhaben in seinem direkten Umfeld frühzeitig informiert und eingebunden wird und entsprechend Gehör findet. All das ist bau-und verfahrensrechtlich geregelt und benötigt Zeit.

Warum ist die Stadt Ludwigshafen für die Hochstraßen zuständig, wenn sie doch vor allem von Pendelnden aus dem Umland genutzt wird?

Es ist richtig, dass die Hochstraße Süd vor allem von Pendlerinnen und Pendlern genutzt wird und die Hochstraße Süd eigentlich eine Bundesstraße ist; sie heißt ja auch offiziell B 37. Bei der Hochstraße Nord ist es ähnlich, ihr Name lautet offiziell B 44. Dennoch liegt die Baulast bei der Stadt Ludwigshafen. Hier gilt die Regelung, dass Kommunen, die mehr als 80.000 Einwohnerinnen und Einwohnern haben, die Baulast für Bundesstraßen, die in ihrem Stadtgebiet liegen, tragen müssen. Die Stadt Ludwigshafen hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sie die hohe Last der überörtlich genutzten Hochstraße nicht alleine schultern kann. Das Land Rheinland-Pfalz und der Bund haben ihre Unterstützung zugesagt, auch der Landesbetrieb Mobilität als übergeordnete Straßenbaubehörde ist eingebunden. Angesichts der jetzigen Sperrung hat sie das Gespräch mit den Nachbarstädten und dem Landkreis gesucht, um sich über Umleitungen und Verkehrsführungen abzustimmen.

Wann wird mit den eigentlichen Abrissarbeiten begonnen?

Der Bau- und Grundstücksausschuss hat in seiner Sitzung am 25. November 2019 die Aufträge erteilt, den schnellstmöglichen Abriss der Pilzhochstraße in die Wege zu leiten und mit den Planungen für einen Neubau zu beginnen. In seiner Sitzung am Montag, 9. Dezember 2019, hat der Stadtrat dem sofortigen Abriss der Pilzhochstraße zugestimmt. Die Stadtverwaltung führt derzeit Gespräche mit Fachfirmen, um die Abriss-Statik und einen genauen Zeitplan zu erstellen. Ziel ist es, schnellstmöglich die Durchfahrten Mundenheimer Straße und Berliner Straße sowie die Auffahrt der Straßenbahn auf die Konrad-Adenauer-Brücke wieder öffnen zu können. Dann kann der ÖPNV seine Entlastungsfunktion wieder übernehmen und die zahlreichen beschlossenen Verbesserungen im ÖPNV können umgesetzt werden.

Über alle Entwicklungen informiert die Stadtverwaltung immer auf: www.ludwigshafen-diskutiert.de sowie ihren Social-Media-Kanälen.

Wie soll das alles finanziert werden?

Für den Abriss der Pilzhochstraße und deren Neubau hat das Land Rheinland-Pfalz am 26. November 2019 die Unterstützung von Bund und Land bei der Finanzierung zugesagt. Konkrete Aussagen dazu können erst getroffen werden, wenn die Kosten feststehen. Dafür muss die Planung abgeschlossen sein. Derzeit erarbeiten Stadtverwaltung und Landesbetrieb Mobilität gemeinsam die erforderlichen Unterlagen dazu. Bei der Hochstraße Nord gibt es bereits seit 2017 Zusagen von Bund und Land, den Abriss der Hochstraße und den Bau der Stadtstraße finanziell zu fördern. Hier liegt die Förderquote bei 60 Prozent Bund, 25 Prozent Land und 15 Prozent Stadt.

Fragen zur Mobilität

Auf welche Routen können Autofahrerinnen und Autofahrer ausweichen?

Die Stadtverwaltung bittet die Autofahrerinnen und Autofahrer, die ausgewiesenen Umleitungen zu befolgen. Dazu gehört, dass

  • durch eine geänderte Wegweisung der Verkehr von der A650 in Fahrtrichtung Mannheim auf die Hochstraße Nord (B44) geleitet wird; in Fahrtrichtung Ludwigshafen-Innenstadt bleibt die Hochstraße Süd bis unmittelbar östlich der Pylonbrücke befahrbar
  • in östlicher Richtung, also Richtung Mannheim, die Abfahrt zur Wredestraße ebenso wie die Auffahrt von der Mundenheimer Straße offen sind; in westlicher Richtung, also Richtung Bad Dürkheim, sind die Abfahrt von der Konrad-Adenauer-Brücke zur Zollhofstraße sowie die Auffahrt nach Westen von der Kaiser-Wilhelm-Straße weiterhin möglich.

Umleitungsempfehlungen Autoverkehr

Die großräumige Umleitungsempfehlung folgt dem Autobahnring. Auf www.ludwigshafen-diskutiert.de kann man sich über die aktuellen Umleitungen informieren.

Neben der bestehenden Verkehrsführung prüft die Stadtverwaltung fortlaufend weitere Maßnahmen, wie der Verkehrsfluss verbessert werden kann. Mehrere Verbesserungen sind bereits eingeleitet worden. Auch darüber kann man sich auf www.ludwigshafen-diskutiert.de, auf Facebook, per Twitter oder auf Instagram immer aktuell informieren.

Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die Unannehmlichkeiten. Ihr ist bewusst, dass die Teilsperrung der Hochstraß Süd vielen Menschen viel Geduld abverlangt. Die Sperrung dient aber der Sicherheit aller. Sie ist das Ergebnis gründlicher Abwägungen und Bewertungen durch städtische und externe Brückenexperten.

Welche Alternativen zum Auto gibt es, um nach Mannheim zu kommen?

Je nachdem, ob man Richtung Mannheim vom Stadtgebiet Ludwigshafen aus fährt oder aus dem Umland kommt, ergeben sich unterschiedliche Alternativen.

Um von Ludwigshafen nach Mannheim zu kommen, stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Je nach Stadtteil gibt es  Verbindungen mit dem öffentlichen Personennahverkehr. In Stadtteilen ohne Schienenanschluss ist ein dichtes Buslinienangebot vorhanden, welches über diverse Umsteigepunkte Anschluss an die Schienenverbindungen nach Mannheim hat. Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen: Seit 22. November 2019 sind die Durchfahrten für den ÖPNV unter der Pilzhochstraße in der Mundenheimer- und Berliner Straße aus Sicherheitsgründen gesperrt. Dadurch ergeben sich erhebliche Veränderungen für den ÖPNV. Ausführliche Informationen dazu gibt es auf www.rnv-online.de.

Darüber hinaus können die Wege auch mit dem eigenen Fahrrad oder mit zur Verfügung stehenden Mietfahrrädern zurückgelegt werden. Auch eine Kombination der unterschiedlichen Verkehrsmittel für einen Weg ist möglich.

Aus dem Umland sind insbesondere die S-Bahnen und die Regionalbahnen, aber auch die Rhein-Haardt-Bahn als Expresslinie eine gute Möglichkeit, um schnell nach Mannheim zu kommen. Nach der Sperrung der Durchfahrten unter der Hochstraße Süd hat die S-Bahn ihre Zughalte verstärkt und bietet außerdem mehr Transportkapazität auf der Strecke nach Mannheim an, um den Ausfall von Straßenbahnlinien auszugleichen. Mehr dazu finden Sie hier: www.bahn.de

Wenn in der Wohnortgemeinde kein Bahn-Anschluss gegeben ist, bietet sich die Möglichkeit des Park+Ride oder Bike+Ride an den Regionalbahnhöfen bzw. den Stadtbahnhaltestellen am Stadtrand an. Viele Gemeinden im Umland verfügen über einen Busanschluss, der die Regionalbahnhöfe oder die städtischen Umsteigeknoten zur Weiterfahrt nach Mannheim anbindet. Auch das Fahrrad könnte, je nach Entfernung, eine gute Möglichkeit sein. Neben einem Umstieg auf andere Verkehrsmittel kann auch die Bildung von Fahrgemeinschaften oder eine großräumige Routenwahl einschließlich der Nutzung der Rheinfähre bei Altrip Vorteile bringen.

Was unternimmt die Stadt Ludwigshafen für Pendlerinnen und Pendler, die von der Sperrung betroffen sind?

Die Stadtverwaltung ist auf verschiedenen Ebenen aktiv. Neben den bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Verkehrsführung und den Umleitungsempfehlungen prüft sie fortlaufend, wie der Verkehrsfluss weiter verbessert werden kann. Darüber kann man sich jeweils aktuell auf www.ludwigshafen-diskutiert.de, www.facebook.com/ludiskutiert.de und twitter.com/ludiskutiert_de und www.instagram.com/lu.diskutiert.de informieren.

Die Stadtverwaltung muss dabei die Interessen aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer angemessen berücksichtigen und abwägen. Sie bittet daher auch Pendler*innen zumindest teilweise über Alternativen zum Auto nachzudenken und, wenn möglich, auf das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Allerdings ist der Verwaltung bewusst, dass dies nicht überall möglich ist, gerade dann, wenn Pendlerinnen und Pendler weiter weg oder sehr ländlich wohnen. Auch hat die am 22. November 2019 erfolgte Sperrung unter der Pilzhochstraße Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr. Die RNV und die S-Bahn haben ihre Fahrverbindungen angepasst und informieren ausführlich. Ludwigshafen ist nicht alleine: Die Stadtverwaltung steht in engem Austausch mit ihrer Schwesterstadt Mannheim, mit dem Landkreis sowie dem Land Rheinland-Pfalz und seiner Behörden wie der Polizei oder dem Landesbetrieb Mobilität. Gemeinsam und flexibel wird an Perspektiven und Lösungen gearbeitet. Gleichzeitig dankt die Stadt Ludwigshafen den Menschen, die in den letzten Wochen besonnen und unaufgeregt auf die Sperrung reagiert haben und beispielsweise auf das Fahrrad umgestiegen sind. Hier verzeichnete die Stadt einen messbaren Zuwachs. Diese Radfahrerinnen und Radfahrer tragen dazu bei, dass die Straßen entlastet werden.

Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die Unannehmlichkeiten. Ihr ist bewusst, dass die Teilsperrung der Hochstraße Süd  sowie der Bereiche unter der Pilzhochstraße vielen Menschen viel Geduld abverlangt. Die Sperrung dient aber der Sicherheit aller. Sie ist das Ergebnis gründlicher Abwägungen und Bewertungen durch städtische und externe Brückenexperten.

Warum gibt es keine Brücke bei Altrip?

Ob es eine dritte Rheinbrücke gibt oder nicht, entscheidet nicht die Stadtverwaltung Ludwigshafen. Hier sind unterschiedliche Gebietskörperschaften (Städte, Landkreise, Bundesländer) und die Region betroffen. In der Vergangenheit wurde zunächst entschieden, dass es aus unterschiedlichen Gründen keine dritte Rheinbrücke geben sollte. Im Dezember 2018 hat der Verband der Region Rhein-Neckar als zuständiges Gremium beschlossen, eine dritte Rheinbrücke aufgrund zwischenzeitlich geänderten Rahmenbedingungen und Prognosen erneut zu prüfen. Eine Realisierung wäre aber wegen der erforderlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren erst in ca. 20 bis 25 Jahren möglich und stellt somit keine kurzfristige Lösung dar.

Ist eine Seilbahn zwischen Mannheim und Ludwigshafen denkbar?

Urbane Seilbahnen können grundsätzlich einen Beitrag zur Ergänzung des ÖPNV leisten. Allerdings muss geprüft werden, ob ein solches Angebot zu der jeweiligen Stadt oder Region passt.

Angesichts der anstehenden Hochstraßenprojekte beauftragte der Verkehrsverbund (VRN) bereits 2015 eine Potentialuntersuchung für eine Seilbahnverbindung. Geklärt werden sollte, inwieweit eine urbane Seilbahn zwischen Ludwigshafen und Mannheim einen Beitrag zur Verkehrsentlastung auf den Straßen bzw. Brücken leisten könnte. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurde Vertretern der Stadtvorstände von Mannheim und Ludwigshafen im Vorfeld der Verbandsversammlung im Juni 2016 vorgestellt.

Im Ergebnis wurde dabei deutlich, dass eine Seilbahn kein Mittel ist, um während der Bauarbeiten an den Hochstraßen einen Entlastungsbeitrag zu leisten. Wenn überhaupt wäre eine Seilbahn nur längerfristig eine zusätzliche Option im ÖPNV, um Busse und Bahnen zu ergänzen bzw. zu ersetzen. Da sowohl in Mannheim als auch in Ludwigshafen ein leistungsfähiges und noch ausbaubares Bahn- und Busnetz gegeben ist, kann es als sinnvoller erachtet werden, zusätzliche Investitionen in diesem vorhandenen System zu lenken, z.B. durch zusätzliche Stadtbahnlinien oder Streckenausbauten wie sie in den Nahverkehrsplänen dokumentiert sind.

Problematisch hinsichtlich einer kurzfristigen Umsetzung wurden in 2016 wie auch aktuell hier gesehen:

  • Trassenfindung (Grundstückseigentum und Verletzung des Eigentumsrechts),
  • Flächenverfügbarkeit für Parkplätze, Haltepunkte und Stützen,
  • Planungszeitraum (langwieriges Planfeststellungsverfahren)

Der Ludwigshafener Stadtrat hatte sich in seiner Sitzung am 23. September 2019 mit den Möglichkeiten einer urbanen Seilbahn beschäftigt und mehrheitlich die Verwaltung um Prüfung gebeten. Nach einem Beschluss des Bau- und Grundstückausschusses vom 28. Oktober 2019 wird neben einer Seilbahn für Personen auch eine Seilbahnverbindung für Container über den Rhein geprüft.

Kann die Ampelschaltung an der Kreuzung Kaiserwörthdamm / Lagerhausstraße zugunsten der Ausfahrt aus der Lagerhausstraße verändert werden, da offensichtlich der Verkehr aus Richtung Saarlandstraße zurückgegangen ist?

Ja. Um den Verkehrsfluss Richtung Süden zu verbessern, hat die Stadtverwaltung die Ampelschaltung an der Kreuzung Lagerhausstraße und Kaiserwörthdamm angepasst: Vor allem während der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit haben Autofahrerinnen und Autofahrer aus der Lagerhausstraße eine längere Grünzeit. Im Gegensatz dazu wird die Grünphase im Zuge des Kaiserwörthdamms reduziert. Dadurch können rund 350 Fahrzeuge pro Stunde mehr aus der Lagerhausstraße in Richtung Kaiserwörthdamm ausfahren.

Kann in der Bruchwiesenstraße eine Busspur eingerichtet werden?

Eine Busspur in der Bruchwiesenstraße kann nicht isoliert betrachtet werden, sondern muss im Gesamtzusammenhang der Busbeschleunigung im Stadtgebiet gesehen werden. Neben der Ausweisung von Busspuren tragen Bevorrechtigung an Ampeln dazu bei, den Fahrplan der Busse stabil zu halten. Bei allen Maßnahmen zur Busbevorrechtigung sind stets die Auswirkungen auf die anderen Verkehrsmittel zu betrachten, da diese oft konkurrierende Interessen haben. Deshalb muss eine gewisse Abwägung vorgenommen werden muss. Bereits seit Jahren werden Busse in kritischen Bereichen über eigene Busspuren geführt wie z.B. in der äußeren Mundenheimer Straße, der östlichen Maudacher Straße, der nördlichen Bruchwiesenstraße, der Bayreuther Straße, der südlichen Bismarckstraße oder am Hans-Warsch-Platz. Ebenfalls seit Jahren werden auf allen wichtigen Busrouten, die Busse an den Signalanlagen (Ampeln) bevorzugt, indem diese nach GPS-Anmeldung längere Grünzeiten erhalten oder durch kürzere Wartezeiten beschleunigt werden. Die Intensität dieser Bevorzugung ist je nach verkehrlicher Situation am jeweiligen Knotenpunkt unterschiedlich. Als laufendes Geschäft der Verwaltung wird diese Bevorzugung zusammen mit den Verkehrsbetrieben, der rnv, bei Bedarf angepasst und optimiert.

Hinsichtlich einer Busspur in der Bruchwiesenstraße lässt die RNV gemeinsam mit der Stadt derzeit prüfen, wie sich eine Busspur zwischen Raschigstraße und Ernst-Boehe-Straße auf den Verkehrsfluss auswirken wird. Ob eine Busspur dort realisierbar sein wird, werden die Ergebnisse der Prüfung zeigen. Zu bedenken ist dabei z.B., dass die Bruchwiesenstraße auch eine zentrale städtische Hauptverkehrsstraße und auch explizit als Lkw-Route ausgewiesen ist.

Kann der Radweg auf der Rampe von der Konrad-Adenauer-Brücke zurückgebaut werden, damit der Autoverkehr wieder zweispurig von der Konrad-Adenauer-Brücke abfließen kann?

Der Stadtrat hat sich in seiner Sitzung am 23. September 2019 ausführlich mit dieser Frage befasst. Er folgte mit großer Mehrheit der fachlichen Bewertung der Verkehrsplanung der Stadtverwaltung, die darlegte, dass die Zurücknahme des Fahrradweges zugunsten einer zweispurigen Autostraße weder verkehrlich noch wirtschaftlich noch nachhaltig sinnvoll ist.

Zur Begründung: Zur Umsetzung des Urzustandes müssen auf einer Länge von rund 170 Metern die aufgeklebten Bordsteine entfernt und die komplette hergestellte Pflasterfläche an der Rheinschanze/Lichtenberger Ufer ausgebaut und asphaltiert werden. Die Kosten hierfür werden auf ca. 230.000 Euro geschätzt. Darin enthalten sind auch Kosten für noch abzustimmende erforderliche Verkehrslenkungsmaßnahmen in Mannheim, da für die Baumaßnahme, voraussichtlich für vier Tage, eine Vollsperrung der Konrad Adenauer Brücke notwendig sein wird. Die gesamte Bauzeit  wird mit ca. 6 Arbeitstagen abgeschätzt.

Auswirkungen für den Kfz-Verkehr:

Es ist sicherlich nachvollziehbar, dass die Verkehrsbelastung der Hochstraße Süd mit über ca. 55.000 Kfz/Tag nicht vollständig und störungsfrei über das sonstige Straßennetz abgewickelt werden kann. Störungen insbesondere in den Hauptverkehrszeiten sind damit unausweichlich.

Die bisherigen Beobachtungen, auch der Polizei, haben gezeigt, dass die negativen Auswirkungen sich bisher weitgehend in Grenzen gehalten haben. Nach Kenntnis der Verwaltung hat dies viele Ursachen, wie eine geänderte Verkehrsmittelwahl (deutlich mehr Radfahrer auf der Konrad-Adenauer-Brücke), geänderte Fahrtrouten (Nutzung der großräumigen Ausweichstrecken bei Durchgangsverkehren) oder veränderte Arbeitszeiten.

Hinsichtlich der Änderung von Verkehrsführungen ist grundsätzlich darauf zu achten, dass im städtischen Bereich Rettungs- und Einsatzfahrten weiterhin möglichst störungsfrei sein sollten. Daher gilt im Grundsatz, dass Stauungen möglichst vor der Innenstadt und nicht in der Innenstadt entstehen sollen. Zu berücksichtigen ist hier auch das Thema Reisezeit. Reisezeit nennt man die Zeit, die man braucht, um vom Ausgangspunkt an sein Ziel zu kommen. Hier zeigt sich, dass Verkehrsdosierungen mit Stauungen an bestimmten Stellen und im Anschluss daran wieder freien Streckenabschnitten eine günstigere Reisezeit ergeben.

Genau diese Funktion übernimmt derzeit die Abfahrtrampe von der Konrad-Adenauer-Brücke. Denn wenn diese kritische Stelle durchfahren worden ist, ist ein weitgehend störungsfreier Verkehr im nachfolgenden städtischen Netz möglich. Durch den Rückbau des Geh- und Radweges zugunsten einer weiteren Kfz-Fahrspur können der Rückstaubereich für in Richtung Wredestraße derzeit schlecht abfließenden Kfz-Verkehre verlängert werden und in einer Zeiteinheit durchaus mehr Kfz diesen kritischen Bereich der Rampe durchfahren.

Jedoch laufen diese Verkehre dann an den folgenden Ampeln an der Kaiser-Wilhelm-Straße, Rheinallee oder Wredestraße auf und verursachen dort Rückstauungen. Denn obwohl diese Ampeln verkehrsabhängig gesteuert werden, wird durch einen höheren Zufluss pro Zeiteinheit deren Grenze der Leistungsfähigkeit überschritten. Auch sind Probleme bei der Verflechtung der Verkehre in Richtung Rheinallee mit den Verkehren aus dem Zollhoftunnel nicht auszuschließen.

Insofern ist zu erwarten, dass sich der Stau in das Stadtgebiet mit entsprechenden Umweltbelastungen insbesondere für Anwohnerinnen und Anwohner, Berufstätige, Radfahrende und zu Fuß Gehende verlagert, die auf der gut durchlüfteten Rheinbrücke weniger negative Auswirkungen haben.

Da der Stau letztlich nur um wenige hundert Meter verlagert wird, sind auch keine deutlich spürbaren entlastenden Wirkungen für das Stadtgebiet von Mannheim zu erwarten. Denn bereits bei funktionsfähiger Hochstraße Süd entstanden in den Hauptverkehrszeiten in Mannheim ähnliche Rückstauungen durch die notwendigen Verkehrsverflechtungen infolge der Fahrspurreduzierung

Mit der Herstellung des Urzustandes muss auch die ursprüngliche Radverkehrsführung wieder eingerichtet werden. Dies bedeutet, dass Radfahrer auf der Rampe in beiden Richtungen absteigen und das Rad schieben müssen. Da dies, wie in der Vergangenheit auch festgestellt wurde, bei Radfahrerinnen und Radfahrer nur eine geringe Akzeptanz findet und trotzdem die Rampe fahrend genutzt wird, werden die gleichen konfliktträchtigen Situationen entstehen wie vorher. Jedoch ist die Gefährdung dann deutlich höher, da im Vergleich zur Vergangenheit aktuell deutlich mehr Kfz-Verkehr auf der Abfahrtrampe vorhanden ist.

Darüber hinaus müsste der derzeitige Zweirichtungsradweg von der Kaiser-Wilhelm-Straße kommend wieder aufgegeben werden, da nach Rückbau des Radweges, die erforderliche Breite nicht mehr gegeben ist, um dies zuzulassen.

Das Land plant derzeit die Radschnellverbindung Schifferstadt – Ludwigshafen – Mannheim. In diesen aktuellen Planungen ist eine Verkehrsführung über den Zweirichtungsradweg an der Abfahrtsrampe vorgesehen. Ein Rückbau würde diese Radverkehrsführung nicht mehr zulassen.

Kann die Radspur an der Heinigstraße zurückgebaut werden?

Die Stadtverwaltung überwacht die Verkehrssituation und prüft an vielen Stellen, wie der Verkehrsfluss verbessert werden kann. Der Radweg steht dabei nicht zur Diskussion. Ziele der Stadtverwaltung sind ein Interessensausgleich der verschiedenen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, aber ausdrücklich auch die Stärkung des Radverkehrs aus Gründen der Mobilität sowie des Klimaschutzes.

Warum sperrt man nicht die Abfahrt von der Konrad-Adenauer-Brücke zur Wredestraße, um einen besseren Verkehrsfluss zu erreichen?

Auslöser für diese Fragestellung waren im Herbst 2019 kurzzeitige Rückstauungen auf der Abfahrtsrampe von der Konrad-Adenauer-Brücke. Diese entstanden durch den in die Wredestraße abbiegenden Verkehr. Anstatt einer Sperrung hat die Stadtverwaltung eine andere Lösung gefunden: Die Einführung des so genannten Reißverschlussverfahrens an dieser Stelle hat eine deutliche Verbesserung für den Verkehrsfluss gebracht. Der von der Konrad-Adenauer-Brücke in die Wredestraße einfahrende Verkehr ist nun gleichberechtigt zum aus Norden kommenden Verkehr.

Kann die Ampel an der Abfahrt von der Konrad-Adenauer-Brücke/ Einfahrt Wredestraße ausgeschaltet werden, da ja keine Bahnen mehr zum Berliner Platz fahren, so dass der Verkehr von der Brücke schneller abfließen kann?

Die Ampel Wredestraße/ Ludwigstraße kann nicht ausgeschaltet werden. Bahnen fahren zwar keine mehr zum Berliner Platz, jedoch queren immer noch Fußgängerinnen und Fußgänger die Wredestraße. Es ist zu gewährleisten, dass vor allem auch schwächere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer wie ältere Menschen, Schülerinnen und Schüler und mobilitätseingeschränkte Personen die Fahrbahn sicher queren können. Zudem fahren derzeit auch Busse über die Ludwigstraße, welche die Bahnsignale nutzen.

Kann die Ampel in der Yorckstraße zur Auffahrt auf die Konrad-Adenauer-Brücke jetzt auf Dauergrün geschaltet werden wenn alles gesperrt ist und keine Bahnen und Busse mehr fahren?

Die Ampel für die Rechtsabbiegenden hoch zur Konrad-Adenauer-Brücke kann nicht auf Dauergrün geschaltet werden, da in diesem Bereich noch Fußverkehr und Radverkehr die Fahrbahn queren müsssen, wenn sie zur S-Bahn-Station bzw. hoch zur Konrad-Adenauer-Brücke wollen. Vor allem für schwächere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wie ältere Menschen, Schülerinnen  und Schüler und mobilitätseingeschränkte Personen ist zu gewährleisten, dass diese die Fahrbahn sicher queren können. Dadurch, dass jedoch keine Kfz mehr von der Dammstraße kommen und auch keine Fußgängerinnen und Fußgänger mehr in Richtung Berliner Platz queren, hat das Signal zur Auffahrt auf die Konrad-Adenauer-Brücke eine deutlich längere Grünphase als vor der Sperrung der Durchfahrten unter der Pilzhochstraße.

Was wird überhaupt für Radfahrerinnen und Radfahrer gemacht bzw. wie wird der Fahrradverkehr in Zukunft gefördert?

Im Rahmen des so genannten Masterplans Green City, den die Stadt Ludwigshafen gemeinsam mit Mannheim und Heidelberg verfolgt, liegt sowohl aus Gründen der Mobilität, aber auch des Klimaschutzes ein starker Fokus auf der Stärkung des Radverkehrs. Dazu gehören der Ausbau des städtischen Radwegenetzes, Lückenschlüsse sowie aktuell die Pläne für Rad-Pendlerrouten nach Schifferstadt und Worms. Hierfür wird in Ludwigshafen derzeit die Streckenführung von Süden in Richtung Konrad-Adenauer-Brücke und umgekehrt geprüft. Zudem wurden und werden Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet. An vielen ÖPNV-Haltestellen im Stadtgebiet wurden Abstellanlagen für Fahrräder gebaut und bereits im März 2015 ging das Fahrradvermietsystem VRNnextbike offiziell in Betrieb.

Im Zuge der Bürgerbeteiligung zum Abriss der Hochstraße Nord und dem Bau der Stadtstraße griff die Stadtverwaltung bei ihrer weiteren Planung viele Hinweise von Bürgerinnen und Bürger vor allem zum Radverkehr auf und integrierte sie in ihre weitere Planung. Zudem wurde im Februar 2019 ein Bürgerforum zum Thema Radverkehr durchgeführt, bei dem weiter Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen und bewertet wurden. Eine Übersicht über alle Aktivitäten und Angebote der Stadtverwaltung Ludwigshafen zum Radverkehr gibt es auch im Internet, direkt unter: www.ludwigshafen.de/nachhaltig/verkehr/radfahren/

Kann die HS Süd für den Radverkehr geöffnet werden?

Nein, seit 22. November 2019 ist aufgrund aktueller statischer Berechnungen klar, dass die Pilzhochstraße möglicherweise ihr Eigengewicht nicht mehr tragen kann und abgerissen werden muss. Es besteht die Gefahr, dass die Konstruktion einstürzen könnte. Von daher dürfen sich Menschen weder auf noch unter der Brücke aufhalten.

Können Radschnellstraßen gebaut werden?

Ja. Für die Realisierung einer Radschnellverbindung nach Schifferstadt laufen bereits die Vorbereitungen. Grundlage der Radschnellwegeverbindung ist zunächst eine Machbarkeitsstudie seitens des Landes. Hierzu gab es bereits zwischen der Stadt Ludwigshafen, dem Landkreis, den beteiligten Kommunen und den Landesbehörden Abstimmungsgespräche. Die Trasse im Landkreis ist bis zum Bahnhof Mundenheim in Ludwigshafen durch die grundsätzliche Orientierung an die Bahnstrecke Ludwigshafen-Schifferstadt vordefiniert. Das macht die Planung relativ einfach, denn es gibt hier keine alternativen Streckenführungen. Der Landkreis kann daher zügig seine Gremien mit der Thematik befassen. Diese Vorgehensweise wurde gemeinsam abgestimmt.

In der dicht bebauten Stadt Ludwigshafen erweist sich die Streckenführung bzw. deren Planung als etwas komplexer. Zwischen dem Bahnhof Mundenheim und der Konrad-Adenauer-Brücke muss beispielsweise die Bahnlinie überquert werden, beengte Platzverhältnissen sowie hohe Verkehrsbelastungen und Ströme von Fugängerinnen und Fußgängern müssen im Sinne eines ausgewogenen Interessenausgleichs bedacht werden. Aufgrund von Anregungen der Ortspolitik und Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Radforums im Februar 2019 wurden verschiedene Varianten ausgearbeitet, diskutiert und kritische Bereiche nochmals vor Ort besprochen.

Am 2. Dezember 2019 hat der Landesbetrieb Mobilität die Studie den Ortsbeiräten Südliche Innenstadt und Mundenheim in einer gemeinsamen Sitzung vorgestellt. Die Präsentation ist im Internet im Ratsinformationsinformationssystem der Stadt Ludwigshafen einzusehen: www.ludwigshafen.de/ratsinformationssystem.

Wir können Unternehmen ihre Angestellen, die mit dem Fahrrad kommen, unterstützen?

Der Stadtvorstand ist mit vielen Unternehmen in Ludwigshafen in Kontakt. Konkret geht es dabei, wie durch ein Bündel von Maßnahmen die Straßen entlastet werden können. Neben einem Ausbau von Angeboten für den Radverkehr durch die Stadt (www.ludwigshafen.de/nachhaltig/verkehr/radfahren) liegt es in der Verantwortung der Unternehmen, die eigenen Angebote und Infrastruktur für ihre Rad fahrenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern. Hier unterstützt die Stadtverwaltung nach Möglichkeit.

Um mögliche Maßnahmen und deren Wirkungen aufzuzeigen wurde von der Hochschule Ludwigshafen im Rahmen des EFRE-Projektes "Klimafreundliche Mitarbeitermobilität“ eine entsprechende Untersuchung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden im September 2019 öffentlich vorgestellt (mi.hwg-lu.de/projekte/oeffentlich-gefoerderte-projekte/klimafreundliche-mitarbeitermobilitat/). Eine Projektbroschüre steht dort zum Download zur Verfügung.

Wird es eine eigene Brücke für den Radverkehr geben?

Der Bau- und Grundstücksausschuss der Stadt Ludwigshafen hat sich am 28. Oktober 2019 einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Überlegungen für eine eigene Rheinbrücke für Radfahrerinnen und Radfahrer und Fußgängerinnen und Fußgänger im Gremium vorgestellt und diskutiert werden. Die Planerinnen und Planer aus Ludwigshafen und Mannheim arbeiten hier gemeinsam auf der Grundlage erster Ideen aus Mannheim.

Worum geht es genau? Seitens der Stadt Mannheim wurde bei dem Kopenhagener Büro Gehl eine Studie beauftragt mit dem Titel: "Mannheim - Vorschläge für eine lebenswerte Stadt“. Ein dabei behandeltes Themenfeld ist der Ansatz, dass Grenzen zwischen den Schwerstädten Mannheim und Ludwigshafen überwunden werden sollen, um die Vernetzung zwischen den Städten zu stärken. Aus diesen Überlegungen leitet sich der Vorschlag einer Rad- und Fußwegbrücke ab, die die beiden Zentren besser verbindet.

Dieser Konzeptansatz wurde in Mannheim weiterverfolgt und in politischen Gremien im September 2019 der Beschluss gefasst, eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Zwischen den Stadtverwaltungen Mannheims und Ludwigshafens sind mehrere Gespräche zu einer Rad- und Fußwegbrücke über den Rhein geführt worden mit dem Ziel, eine gemeinsame Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Das Untersuchungsgebiet erstreckt sich zwischen BASF-Tor 7/Handels-Hafen und Mundenheimer Altrheinhafen/Reißinsel. Dabei sollen Lösungsskizzen aufgezeigt, miteinander verglichen und bewertet werden. Kriterien der Bewertung sind die Radwegeverbindungen auf den bestehenden Rheinbrücken, die Verknüpfung mit den bestehenden Radwegenetzen sowie den geplanten Pendler-Radwegen / Radschnellwegen, die Erschließung von Nutzerpotentialen, Eingriffe in Frei- und Landschaftsräume sowie die städtebauliche Einbindung in funktionaler-gestalterischer Hinsicht. Aktuell wird durch die Mannheimer Stadtverwaltung die Bearbeitung der Auftrags-vergabe durchgeführt. Eine Auftragsvergabe ist für Ende 2019/Anfang 2020 geplant.

Fragen zur Hochstraße Nord

Wie geht es weiter mit der Hochstraße Nord, wenn die Hochstraße Süd abgerissen wird?

Die Hochstraße Süd und die Hochstraße Nord werden zusammen betrachtet und als Ganzes gesehen in ihrer Funktion für den überregionalen Verkehr und den Wirtschaftsraum.
Die Stadtverwaltung will den Abriss der Hochstraße Nord und damit verbunden den Neubau der Stadtstraße dann in Angriff nehmen, wenn die komplette Hochstraße Süd wieder für den Verkehr zur Verfügung steht. Das derzeit laufende Planfeststellungsverfahren für die Hochstraße Nord, dessen Abschluss voraussichtlich im Jahr 2020 erwartet wird, wird fortgeführt. Gleichzeitig gibt die Stadtverwaltung ein Gutachten für ein Sicherungskonzept in Auftrag, um sicherzustellen, dass der Verkehr in der Metropolregion bewältigt werden kann. Es soll aufzeigen, wie die Standsicherheit der Hochstraße Nord für die nächsten zehn bis 15 Jahre gewährleistet werden kann. Dem hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 9 Dezember 2019, zugestimmt.

Wie lange wird die Hochstraße Nord die zusätzliche Belastung aushalten?

Die Hochstraße Nord ist ein geschädigtes Bauwerk, das bereits seit Jahren engmaschig überprüft wird. Die Stadtverwaltung hat dem Bau- und Grundstücksausschuss in seiner Sitzung am 25. November 2019 vorgeschlagen ein Sicherungskonzept für die Hochstraße Nord für die nächsten zehn bis 15 Jahre zu beauftragen. Einen entsprechenden Beschluss hat der Ausschuss einstimmig gefasst. Diesen Beschluss hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 9. Dezember 2019 bestätigt. Sobald das Gutachten vorliegt, wird die Stadtverwaltung es vorstellen und veröffentlichen. Parallel dazu arbeitet sie an weiteren Szenarien zur Entlastung der Straße.

Wer trifft die Entscheidungen zu den Hochstraßen?

Die Entscheidung trifft der Stadtrat als demokratisch legitimiertes Gremium. Im Vorfeld der Entscheidung legt die Stadtverwaltung den politischen Gremien als auch der Bürgerschaft ausführlich ihre Überlegungen und Handlungsempfehlungen dar. Die Mitglieder des Stadtrates sollen sich ausreichend Zeit für ihre Entscheidung nehmen können.
Wenn Gefahr im Verzug, entscheidet die Stadtverwaltung schnell und unverzüglich. Die Sicherheit der Menschen geht immer vor.

Warum wird der Zeitpunkt zum Abbruch der Hochstraße Nord vorerst verschoben?

Die Hochstraße Süd und die Hochstraße Nord werden zusammen betrachtet und als Ganzes gesehen in ihrer Funktion für den überregionalen Verkehr und den Wirtschaftsraum.

Die Hochstraße Nord ist kaputt und wirtschaftlich nicht zu sanieren. Auf dieser Basis wurden der Abriss und der Bau der Stadtstraße geplant. Das Planfeststellungsverfahren befindet sich kurz vor dem Abschluss und soll auch zu Ende geführt werden. Als Ausweichstrecke während der Bauzeit war unter anderem die Hochstraße Süd vorgesehen. Durch die erheblichen Schäden an der Pilzhochstraße, einem Teil der Hochstraße Süd, die derzeit gesperrt ist, abgerissen und neu gebaut werden muss, sollen die Abbrucharbeiten an der Hochstraße Nord vorerst im bisherigen Zeitplan verschoben werden. Erst, wenn der Ersatzbau im Süden steht, soll die Hochstraße Nord abgerissen werden. In einem Gutachten wird geklärt werden, wie die Standsicherheit der Hochstraße Nord für weitere bis zu zehn bis 15 Jahre gewährleistet werden kann.

Wie sollen Sicherungsmaßnahmen an der Hochstraße Nord überhaupt aussehen?

Der Beauftragung der Untersuchung von Sanierungs-, Behelfs- und Abstützungslösungen für die Hochstraße Nord an die Planungsgemeinschaft Rogmann Ingenieure und Schüßler Plan hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 9 Dezember 2019, zugestimmt. Sobald die Ergebnisse der Untersuchung vorliegen, können nähere Angaben gemacht werden.

In die Planung für den Abriss der Hochstraße Nord und den Bau der Stadtstraße wurde bereits viel Geld investiert. Ist das nun umsonst gewesen?

Nein, ohne die bisher aufgewendeten Mittel für Planungskosten wäre das laufende Planfeststellungsverfahren nicht möglich gewesen. Wenn dieses Verfahren voraussichtlich im Jahr 2020 mit dem Planfeststellungsbeschluss endet, ist die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Stadt nach dem Neubau der Pilzhochstraße unmittelbar mit dem Abriss der Hochstraße Nord und dem Bau der Stadtstraße beginnen kann.

Ein Zeitverlust bei der Hochstraße Nord verteuert das Vorhaben insgesamt. Wie wird damit umgegangen?

Richtig ist: Verzögerungen im Ablauf bei der Hochstraße Nord kosten Geld, sind aber angesichts der gesamten Verkehrsproblematik in der Region und im Wirtschaftsraum entsprechend zu prüfen und zu bewerten. Eine Stadt, deren Handeln sich am Gemeinwohl orientiert, kann nicht nur betriebswirtschaftlich rechnen und die Belange und Interessen Dritter außen vor lassen. Sie muss vielmehr Aufgaben und Herausforderungen volkswirtschaftlich betrachten und somit auch die entstehenden Kosten bei den Bürgerinnen und Bürgern und Unternehmen in Stadt und Region in die Überlegungen miteinbeziehen. Auch durchaus unterschiedliche Interessen gilt es dabei mitunter zu berücksichtigen. Dann muss für einen Ausgleich oder einen Kompromiss gesorgt werden. Das macht Verwaltungshandeln komplex.

Fragen zum Rathaus-Center

Welche Auswirkungen hat die Verschiebung des Abrisses der Hochstraße Nord auf das Rathaus-Center?

Der Bau- und Grundstücksausschuss hat am 25. November 2019 beschlossen zu prüfen, in welcher Form die Hochstraße Nord zu sichern ist, dass für zehn bis 15 Jahre der derzeitige Verkehrsfluss aufrecht erhalten werden kann. Dies bedeutet nicht, dass das Projekt Stadtstraße/City West aufgegeben wird. Aber die Hochstraße Süd muss befahrbar sein, wenn verkehrliche Einschränkungen auf der Hochstraße Nord erfolgen. Deshalb muss das kaputte Teilstück Pilzhochstraße erst ersetzt werden. Ein genauerer Zeitablauf wird derzeit erarbeitet werden. Es bleibt aber dabei, dass für die Arbeiten an der Nordtrasse das Rathaus-Center aufgegeben werden muss. Deshalb bleibt der Erwerb als wirtschaftlichste Lösung nach wie vor richtig.

Was bedeutet die neue Lage für die Zukunft des Rathaus-Turms?

Diese Frage ist unter anderem davon abhängig, wie mögliche Sicherungsmaßnahmen für die Hochstraße Nord aussehen könnten und welchen Einfluss sie auf das Rathaus-Center insgesamt haben können. Sobald dies geklärt ist, muss die Lage entsprechend bewertet werden.

Ablauf