Streckenausbau für die Verkehrswende

Die Sperrung der Hochstraße Süd in Ludwigshafen stellt die Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs vor zusätzliche Herausforderungen und unterstreicht die Wichtigkeit des öffentlichen Nahverkehrs und den Ausbau der Infrastruktur. Aus diesem Grund prüft auch die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) in enger Abstimmung mit den Umlandgemeinden des Rhein-Pfalz-Kreises, dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) und der Stadt Ludwigshafen die Erweiterung des Stadtbahnnetzes über den Norden, Westen und Süden Ludwigshafens hinaus.

Bereits die ersten Zwischenergebnisse im März dieses Jahres sprachen für die vorgestellten Trassenvarianten. Nach einer Vertiefung der Untersuchungen zeigen sich für die Streckenführung nach Maudach, Mutterstadt sowie Dannstadt im Westen und Pfingstweide und Edigheim im Norden Ludwigshafens noch bessere Ergebnisse. Auch ein Ausbau nach Neuhofen prognostiziert nach Fertigstellung einer neuen Straßenbahntrasse erhebliche Fahrgastzugewinne. Hier zeigt sich jedoch zum jetzigen Stand ein noch zu geringer volkswirtschaftlicher Nutzen. Dieser hängt allerdings mit dem angewandten Berechnungsmodell der standardisierten Bewertung zusammen, welches noch aus dem Jahr 2016 stammt. Hierbei sind die Anforderungen der Verkehrswende und deren Auswirkungen aus den vielfältigen Mobilitätsangeboten nur unzureichend berücksichtigt. Deshalb werden die Planungen für diese Streckenverlängerung nach einer Überarbeitung der Berechnungsvorschriften erneut aufgenommen und bewertet.

Bis zum Jahresende rechnen die Planer damit, die gesteckten Ziele zu erreichen und neue Ergebnisse zu den zu untersuchenden Trassenvarianten präsentieren zu können, damit die Mobilitätswende in der linksrheinischen Metropolregion Vorschub erhält.