Plakatmotiv Bürgerdialog Mai 2021

Wie geht es weiter mit der Stadtstraße?

Vom 4. bis 18. Mai konnten Interessierte ihre Fragen rund um die neue Stadtstraße in einem Online-Bürgerdialog stellen.

Informationen

Veranstaltungen

FAQ

Welche Vorteile bringt die verschwenkte Stadtstraße?

Die leichte Verschwenkung ermöglicht ein zunächst relativ freies und unabhängiges Bauen der südlichen Fahrbahnen der Stadtstraße. Zuvor beginnen ab 2023 die Arbeiten an der neuen Brücke über die Bahnanlagen. Damit wächst diese Brücke von Westen (Autobahnanschluss 650) beständig nach Osten (Richtung Kurt-Schumacher-Brücke), um im Jahr 2027 die Stadtstraße zu erreichen. Da durch den Platzgewinn nicht mehr kleinteilig und Stück für Stück gebaut, abgerissen und umgeleitet werden muss, sind die Bauabläufe deutlich entzerrt und übersichtlicher. Vor allem die in der ursprünglichen Stadtstraßen-Variante erwartete Bauphase mit erheblichen Verkehrsbelastungen von viereinhalb Jahren kann deutlich reduziert werden, da nunmehr alle wichtigen Verkehrsbeziehungen größtenteils offen sind. Die verschwenkte Stadtstraße ist für die Anwohnerinnen und Anwohner verträglich, für die Ökologie neutral, die erwarteten Verbesserungen, vor allem die Entlastungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer und damit für Stadt und Region sowie die verkürzten Bauphasen, können umgesetzt werden.

Was kostet sie?

Kostenberechnungen wird die Stadtverwaltung erst vorlegen, wenn die Planung weiter fortgeschritten ist und die Zahlen belastbar sind. Dies ist zum heutigen Zeitpunkt (Mai 2021) noch nicht der Fall. Die Kostenbetrachtungen berücksichtigen allgemeine finanz- und wirtschaftspolitische Entwicklungen wie Inflationsrate, Zinsentwicklungen sowie insbesondere Baupreisentwicklung. Dass die verschwenkte Stadtstraße wirtschaftlicher zu bauen ist als die Ursprungsvariante, liegt an zwei Faktoren: Zum einen können aufgrund der einfacheren Bauabläufe aufwändige und ständig wechselnde Auf- und Abbauten reduziert werden; zudem müssen gerade im Bereich des nördlichen Teils und des Nordbrückenkopfes millionenschwere Stützwände nicht gebaut werden, da die Ingenieurinnen und Ingenieure das freie Rathaus-Areal komplett nutzen können.

Zusammenfassend: das Bauen wird einfacher und schneller, das spart Geld. Der zweite Faktor ist der volkswirtschaftliche. Da die verkehrliche Leistungsfähigkeit des Hochstraßensystems aufgrund der auf Nord und Süd abgestimmten Planung mit den Vorteilen der Verschwenkung einen relativ ungestörten und stetigen Verkehrsfluss ermöglicht, sind die Auswirkungen auf das Wirtschafts- und Logistiksystem von Stadt und Region deutlich geringer als ursprünglich zu erwarten war.

Hochstraße? Stadtstraße? Wer fährt wann wo?

In den ersten Jahren kann die Hochstraße Nord noch uneingeschränkt befahren werden. Die leichte Verschwenkung ermöglicht nach dem Rückbau des Rathaus-Centers ab 2025 ein zunächst relativ freies und unabhängiges Bauen der südlichen Fahrbahnen der Stadtstraße. Die Bauphasen sind aufeinander abgestimmt, so dass immer ausreichend Fahrverbindungen bestehen. 2023 starten die Arbeiten an der neuen Brücke über die Bahnanlagen. Damit wächst diese Brücke von Westen (Autobahnanschluss 650) beständig nach Osten (Richtung Kurt-Schumacher-Brücke), um im Jahr 2027 die Stadtstraße zu erreichen.

Eine wichtige Zäsur stellt die Fertigstellung der Hochstraße Süd dar. Die Verkehrsfreigabe gibt den Startschuss für die massiven Arbeiten an der Hochstraße Nord. Nun geht es Schlag auf Schlag, die ersten Fahrzeuge können jetzt die südlichen vier Fahrspuren der Stadtstraße benutzen. Der südliche Teil der Hochstraße Nord wird ab der Heinigstraße bis zum Rhein gesperrt und kann in einem Ruck zurückgebaut werden. Parallel hierzu kann der Verkehr die nördliche Fahrbahn der Hochstraße Nord nutzen.

Da durch den Platzgewinn nunmehr nicht mehr kleinteilig und Stück für Stück gebaut, abgerissen und umgeleitet werden muss, sind die Bauabläufe deutlich entzerrt und übersichtlicher. Vor allem die in der ursprünglichen Stadtstraßen-Variante erwartete Bauphase mit erheblichen Verkehrsbelastungen von viereinhalb Jahren kann deutlich reduziert werden, da nunmehr alle wichtigen Verkehrsbeziehungen größtenteils offen sind. Sprich: Entweder fährt der Verkehr noch "oben"  oder bereits "unten"  - je nach Fahrziel. Über Provisorien ist die Fahrt Richtung BASF und über den Rhein (und jeweils zurück) möglich. Der Beginn des Jahres 2026 wird anspruchsvoll. Festzuhalten ist jedoch, dass durch die Fertigstellung der Hochstraße Süd und des südlichen Teils der Stadtstraße deutlich mehr Verkehr abgewickelt werden kann als heute.

Läuft das Planungsverfahren dort wie angekündigt?

An der Hochstraße Süd ist es gelungen, die Planung technisch und rechtlich mit dem Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) abzustimmen. Dies hat zur Folge, dass für den Ersatzbau kein Planfeststellungsverfahren nötig ist. Hier verläuft aktuell alles nach Zeitplan. Nach aktuellem Planungsstand ist es auch gelungen, die Hochstraße bei gleicher Breite zu ersetzen. Im Rahmen des Vorhabens wurden Entwurfs- und Abwägungsgrundsätze aufgestellt und Ausstattungselemente beschrieben, die in die Weiterentwicklung des Ersatzbaus einfließen können.

Welche Auswirkungen haben die Arbeiten auf den ÖPNV und die Verbindungen für Fuß- und Radverkehr?

Die Auswirkungen sind abhängig von den jeweiligen Bauphasen für die neue Stadtstraße und dem Abriss der Hochstraße Nord. Während bei den vorbereitenden Maßnahmen oder den Bauarbeiten im Bereich der Westbrücke keine oder kaum Auswirkungen zu erwarten sind, werden in den nächsten Bauphasen zuerst Veränderungen im Busliniennetz erforderlich. Die im Bereich des Rathaus-Areals, der Pasadenaallee oder der Hochstraße Nord verlaufenden Buslinien müssen entsprechend umgeleitet werden. Es wird angestrebt, für die gesamte Bauzeit möglichst gleichbleibende Umleitungsstrecken zu entwickeln, um ständige Änderungen im Busliniennetz zu vermeiden.

Die heutigen Stadtbahnlinien und die geplanten Stadtbahn-Zusatzverkehre können zunächst die heutigen Strecken weiter nutzen. Allerdings wird - frühestens ab dem Jahre 2023 - die Stadtbahnverbindung über die Kurt-Schumacher-Brücke aufgrund von vorbereitenden Baumaßnahmen am Brückenkopf dauerhaft unterbrochen werden müssen. Die dort verkehrende Linie 6 muss dann über die Konrad-Adenauer-Brücke umgeleitet werden. Die Linien 7 und 8 von und in Richtung BASF können dagegen weitgehend aufrecht erhalten bleiben. Kurzzeitige Sperrungen können aber nicht vermieden werden, sollen aber so weit wie möglich in nachfragearmen Zeiträumen erfolgen.

Für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger müssen je nach Bauphase und Stand der Abrissarbeiten am Rathaus noch detaillierte Umleitungsstrecken definiert werden. Sicher ist hier derzeit nur, dass im unmittelbaren Bereich von Abbruchmaßnahmen solche Verkehre aus Sicherheitsgründen nicht ermöglicht werden können. Analog der Abrissarbeiten an der Hochstraße Süd werden Umwege deshalb nicht zu vermeiden sein. Soweit möglich sollen diese Beeinträchtigungen aber auf ein verträgliches Maß reduziert werden. Es wird zugesichert, dass die Belange der Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger bei der weiteren Planung des Bauablaufes entsprechend berücksichtigt werden.

Wann ist alles fertig?

Bis auf die Begrünungsmaßnahmen soll die Stadtstraße bis 2030 fertiggestellt sein. Die Hochstraße Süd ist bereits ab 2026 wieder voll befahrbar.

Dialogarchiv

Online-Sprechstunde zur Verschwenkung der Stadtstraße am 18. Mai 2021
Online-Dialog: Wie geht es weiter mit der Stadtstraße?